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zurĂŒckgeht. Seelsorger sprechen von einem âvergessenen Sakramentâ. Nach dem Kirchenrecht ist jeder Katholik verpflichtet, mindestens einmal im Jahr seine schweren SĂŒnden zu bekennen.</literallayout></para><title ezxhtml:level="2">Die Geschichte des Sakraments</title><itemizedlist><listitem><para>AnfĂ€nge des Christentums: Die Apostel predigen Umkehr und Vergebung der SĂŒnden in der Taufe.</para></listitem><listitem><para>ZunĂ€chst gilt: Eine solche Umkehr ist nur einmal mĂ¶glich. Danach begangene SĂŒnden sind eine Abkehr von der Taufe und kĂ¶nnen nicht vergeben werden.</para></listitem><listitem><para>Ab dem 2. Jahrhundert ist eine zweite Umkehr mĂ¶glich durch ein Ă¶ffentliches BuĂverfahren: Wer gegen die Regeln der Gemeinschaft verstĂ¶Ăt, muss Ă¶ffentlich BuĂe tun. Dann wird er von der Gemeinschaft wieder aufgenommen.</para></listitem><listitem><para>Die Beichte entwickelt sich mehr und mehr zu einer SterbebuĂe: Christen beichten vor allem, um sich auf den Tod vorzubereiten.</para></listitem><listitem><para>Ab dem 5. Jahrhundert fĂŒhren KlĂ¶ster in der Ostkirche, anschlieĂend auch MĂ¶nche in Irland und Schottland, die âOhrenbeichteâ (Einzelbeichte vor einem Priester) ein.</para></listitem><listitem><para>Verbreitung der Ohrenbeichte in Mitteleuropa durch die iro-schottischen MĂ¶nche ab dem 6. Jahrhundert.</para></listitem><listitem><para>1215: Das Laterankonzil verabschiedet die Regel â1 x pro Jahrâ.</para></listitem><listitem><para>Beginn der Reformation im Jahr 1517. Die Reformatoren sind sich uneinig, ob die Beichte ein Sakrament sein soll. Die rĂ¶misch-katholische Kirche bestĂ€tigt auf dem Konzil von Trient den sakramentalen Charakter der Beichte. Heute ist die Beichte in der evangelisch-lutherischen Kirche kein Sakrament. Die Beichte findet dort meist in einem gemeinsamen Gebet bei einem Gottesdienst statt.</para></listitem><listitem><para>Der Beichtstuhl mit zwei ZugĂ€ngen fĂŒr die GlĂ€ubigen entsteht im 17. Jahrhundert.</para></listitem><listitem><para>Im 20. Jahrhundert wird so viel gebeichtet wie nie zuvor. Ein Grund: Viele GlĂ€ubige empfangen jeden Sonntag oder sogar jeden Tag im Gottesdienst die Heilige Kommunion. Vorher gehen sie ĂŒblicherweise zur Beichte.Â </para></listitem><listitem><para>Zweites Vatikanisches Konzil (1962â1965) und Liturgiereform: Die Heilswirkung des BuĂsakraments wird betont. Die Beichte gilt als Feier der VersĂ¶hnung mit Gott, der Kirche und den Menschen. Neue Formen entstehen.</para></listitem></itemizedlist><title ezxhtml:level="2">Umgang mit spirituellem Missbrauch</title><para>Es gibt Stimmen, die im Zusammenhang mit der Beichte manipulatives Verhalten bis hin zu spirituellem Missbrauch vermuten oder selbst erlebt haben. Dass im Kontext der Beichte AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnisse geschaffen werden kĂ¶nnen, wird inzwischen auch von kirchlichen AmtstrĂ€gern bestĂ€tigt. Der Generalvikariatsrat und Leiter der Hauptabteilung Pastoral im BischĂ¶flichen Generalvikariat im Bistum Hildesheim Christian Hennecke empfiehlt im <link xlink:href="ezlocation://37828" xlink:show="new">Interview mit dem Bosco Magazin ĂŒber die Beichte als Instrument der Heilung</link> dem oder der Beichtenden, im Fall von spirituellem Missbrauch sofort den Raum zu verlassen. Der Rolle des Priesters entspreche es nicht, der beichtenden Person Vorgaben zu machen, wie sie zu leben habe. Seine Aufgabe sei es, "die unbedingte Liebe entgegenzuhalten und den Menschen zu einer befreienden Erfahrung zu verhelfen".</para></section>
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