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<section xmlns="http://docbook.org/ns/docbook" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xmlns:ezxhtml="http://ibexa.co/xmlns/dxp/docbook/xhtml" xmlns:ezcustom="http://ibexa.co/xmlns/dxp/docbook/custom" version="5.0-variant ezpublish-1.0"><title ezxhtml:level="2">Mit den eigenen Kindern ĂĽber Sex sprechen â€“ wann und wie klappt das am besten?</title><ezembed xlink:href="ezcontent://45219" view="embed" ezxhtml:align="left" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image"><ezconfig><ezvalue key="size">medium</ezvalue></ezconfig></ezembed><para>FĂĽr wichtige Fragen machen Kinder keinen GesprĂ¤chstermin. Fragen kommen, wann sie kommen. Nun kĂ¶nnen Eltern zwar Zeit fĂĽr GesprĂ¤che einrichten, in einem Familienrat oder beim Essen. Oder abends an der Bettkante steigt etwas auf und man redet in Ruhe und mit der nĂ¶tigen Zeit. Aber Eltern werden auch immer wieder unkonventionell ĂĽberrascht: â€žGeografie heiĂźt ja Erdkunde. Was heiĂźt dann eigentlich Pornografie?â€ś So unvermittelt, so uneindeutig kann der GesprĂ¤chsvorstoĂź sein. Drei Gedanken, die ich dem Reden ĂĽber SexualitĂ¤t zugrunde legen mĂ¶chte:</para><orderedlist><listitem><para>Ganz unabhĂ¤ngig von der Elternrolle: Wann reden wir als Erwachsene mit Erwachsenen eigentlich ĂĽber die eigene SexualitĂ¤t? Meiner Erfahrung nach haben wir darin wenig Ăśbung. Nehmen Sie es sich nicht selbst ĂĽbel, wenn Sie Worte suchen. Ich kann als Person sicher stehen und erkennbar sein mit der eigenen Unsicherheit, wenn ich immerhin schon weiĂź, was ich sagen will. Unsicherheiten bei der Formulierung kann ich aussprechen: â€žIch suche die richtigen Worte, weil ich ĂĽber das Thema selten rede. Wir kĂ¶nnen ja beide rĂĽckfragen, dann verstehen wir uns besser, oder?â€ś</para></listitem><listitem><para>Kinder und Heranwachsende gehen auf eine aufregende Suche, wenn es um ihre SexualitĂ¤t geht. Als Eltern sind wir nicht die primĂ¤re Informationsquelle unserer Kinder bei diesem Thema. Es bricht in eher unpĂ¤dagogischen Situationen und mit anderen GesprĂ¤chspartnerinnen und GesprĂ¤chspartnern auf. Es ist einfach so: Altersgenossen und das Internet spielen dabei oft eine Rolle.</para></listitem><listitem><para>Einen guten, klaren Ton treffen einige BĂĽcher. Empfehlen kann ich zum Beispiel<link xlink:href="https://www.klett-kinderbuch.de/buecher/details/kl%C3%A4r-mich-auf.html" xlink:show="new">Â â€žKlĂ¤r mich auf â€“ 101 echte Kinderfragen rund um ein aufregendes Themaâ€ś von Katharina von der Gathen und Anke Kuhl</link> (Klett Kinderbuch Verlag). So ein Buch kann einfach in der Wohnung liegen und greifbar sein. So machen Sie den eigenen Kindern ein gutes und sensibles Angebot. Ob ein GesprĂ¤ch folgt, worĂĽber genau und mit wem â€“ das werden die Kinder entscheiden.</para></listitem></orderedlist><para><emphasis>Michael Pfeifer, Leiter der <link xlink:href="https://www.bistum-dresden-meissen.de/unterstuetzend/beratungsangebote/ehe-familien-lebensberatung/ehe-familien-lebensberatung" xlink:show="new">Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung Dresden</link></emphasis></para><para/><title ezxhtml:level="2">Mit Kindern ĂĽber Sexualitat sprechenÂ â€“ welche Erfahrungen haben Sie damit in Ihrer Familie gemacht?</title><ezembed xlink:href="ezcontent://45220" view="embed" ezxhtml:align="left" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image"><ezconfig><ezvalue key="size">medium</ezvalue></ezconfig></ezembed><para>Mit Kindern ĂĽber Sex zu reden, ist fĂĽr mich als Vater das Normalste auf der Welt. Ich rede mit ihnen ja auch darĂĽber, wie man sich auf der StraĂźe richtig verhĂ¤lt, wie man mit dem Internet umgeht, worauf man bei einem Stadionbesuch achtgeben muss und wie man auf einem groĂźen Bahnhof den richtigen Zug findet. Das ersetzt sicher nicht die Bedeutung von Sexualerziehung in der Schule, das GesprĂ¤ch der Kinder und Jugendlichen mit Gleichaltrigen und auch nicht das berĂĽhmte â€žBravo-Heftâ€ś. Denn wie in den meisten Lebensbereichen ist es gut, mehrere Lehrende zu haben.</para><para>Und was ist die Alternative, wenn wir Erwachsenen nicht mit Kindern ĂĽber Sex reden? Es wird ein sagenumwobenes, geheimnisvolles â€žEtwasâ€ś. Ein Bereich, der mit ĂĽberhĂ¶hten Erwartungshaltungen oder gar Ă„ngsten ĂĽberfrachtet ist und in dem man sich nicht selbstbewusst und selbstbestimmt bewegen und altersgerecht entwickeln kann. Das Miteinander-Reden auch ĂĽber dieses Thema gehĂ¶rt daher fĂĽr mich zu den Startvoraussetzungen fĂĽr ein erfĂĽlltes und gelungenes Leben.</para><para><emphasis>Roman Dietler, Diakon, Vater von drei Kindern zwischen 8 und 13 Jahren, Wien</emphasis></para><para/><title ezxhtml:level="2">Wie sollten Eltern mit ihren Kindern ĂĽber sexuelle Themen sprechen, um sie vor Grenzverletzungen zu schĂĽtzen?</title><ezembed xlink:href="ezcontent://45221" view="embed" ezxhtml:align="left" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image"><ezconfig><ezvalue key="size">medium</ezvalue></ezconfig></ezembed><para>Kinder fangen schon recht frĂĽh an, Fragen zu Zeugung, Schwangerschaft und Geburt zu stellen. GrundsĂ¤tzlich ist es gut, wenn Eltern den Fragen ihrer Kinder gegenĂĽber offen sind. Dadurch signalisieren sie, dass SexualitĂ¤t etwas ganz Normales ist und zum alltĂ¤glichen Leben dazugehĂ¶rt wie vieles andere auch. Wenn Fragen aufkommen, sind Kinder auch bereit fĂĽr ehrliche Antworten. Dabei ist die Sorge, die Kinder zu ĂĽberfordern, meist unbegrĂĽndet. Zum einen speichern MĂ¤dchen und Jungen die Antworten als reine Sachinformationen ab â€“ sie haben noch keinen moralischen Kompass, und gehen mit KĂ¶rperlichkeit wertfrei um. Auch kĂ¶nnen sie sehr gut steuern, wie viel sie denn wissen wollen, und wĂ¤hrend die Erwachsenen in ihren Antworten noch gerne ausholen mĂ¶chten, zieht sich das Kind schon zurĂĽck â€“ und kommt Stunden, Wochen oder Monate spĂ¤ter mit der nĂ¤chsten Frage. Diese grundsĂ¤tzliche Offenheit dem Thema SexualitĂ¤t gegenĂĽber ist bereits ein wichtiger Baustein fĂĽr den Schutz vor sexuellen Grenzverletzungen.</para><para>Ein weiterer grundsĂ¤tzlicher Baustein ist, dass MĂ¤dchen und Jungen nicht zu blindem Gehorsam gegenĂĽber Erwachsenen erzogen werden, da dieser es ĂĽbergriffigen Personen viel zu leicht macht, Grenzen zu verletzen und Geheimhaltungsdruck zu erzeugen.</para><para>Konkret sollten Eltern mit ihren Kindern ĂĽber â€žguteâ€ś und â€žschlechteâ€ś Geheimnisse sprechen. â€žGuteâ€ś Geheimnisse, wie das Geschenk fĂĽr die Mama, das unter dem Bett versteckt wird, dĂĽrfen geheim bleiben â€“ aber wenn ein Geheimnis belastend ist, ein schlechtes BauchgefĂĽhl erzeugt oder Ă„hnliches, so darf sich ein Kind jederzeit an eine Vertrauensperson wenden. Hilfe holen ist kein Petzen.</para><para>Ein abschlieĂźender Punkt mag recht banal erscheinen, ist aber elementar wichtig: Damit MĂĽtter und VĂ¤ter ihre Kinder verstehen, mĂĽssen sie ihnen zuhĂ¶ren. Das fĂ¤llt uns Erwachsenen im Alltagsstress nicht immer leicht.</para><para><emphasis>Michael KrĂ¶ger, Referent fĂĽr SexualpĂ¤dagogik und PrĂ¤vention sexualisierter Gewalt bei der <link xlink:href="https://bayern.jugendschutz.de/" xlink:show="new">Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern</link></emphasis></para><title ezxhtml:level="2">Ist die Schule der richtige Ort, um mit Kindern ĂĽber Sex zu reden?</title><ezembed xlink:href="ezcontent://45222" view="embed" ezxhtml:align="left" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image"><ezconfig><ezvalue key="size">medium</ezvalue></ezconfig></ezembed><para>Aufgabe der Primarstufe ist es, den SchĂĽlerinnen und SchĂĽlern eine positive Grundeinstellung zum Thema SexualitĂ¤t zu vermitteln. Dazu gehĂ¶ren mehrere Teilbereiche, wie beispielsweise der menschliche KĂ¶rper inklusive der korrekten Bezeichnungen der Geschlechtsteile, Liebe und Partnerschaft, Unterschiede zwischen Mann und Frau, der Akt der Fortpflanzung und die damit verbundenen biologischen VorgĂ¤nge sowie die Entstehung neuen Lebens.</para><para>Objektiv betrachtet, ist somit die SexualitĂ¤t ein Ă¤uĂźerst wichtiges Sachthema und Teil der Grundbildung eines Menschen. Nicht nur in meiner Rolle als Volksschullehrerin, sondern auch persĂ¶nlich bin ich davon ĂĽberzeugt, dass die Schule auf jeden Fall der richtige Ort ist, um mit Kindern ĂĽber Sex zu reden. Als Lehrperson habe ich eine Vorbildrolle und kann damit durch eine offene, wertschĂ¤tzende Haltung eine positive Grundeinstellung zu dem Thema vermitteln. Einige Kinder haben mĂ¶glicherweise weniger Hemmungen, Fragen zu stellen, da sie die Schule einerseits als neutralen Ort des Lernens wahrnehmen, andererseits sehen sie auch, dass andere Kinder in dem Alter dieselben Fragen, Sorgen oder Unsicherheiten mitbringen.</para><para>In den letzten Jahren habe ich auĂźerdem beobachten kĂ¶nnen, dass Kinder heutzutage â€“ unter anderem durch digitale Medien â€“ immer frĂĽher in Kontakt mit dem Thema Sex kommen. Umso wichtiger finde ich es, SchĂĽlerinnen und SchĂĽler aufzuklĂ¤ren, bevor sie sich im Internet falsche Informationen holen.</para><para>SchlieĂźlich sind meiner Meinung nach diese Faktoren besonders wesentlich: Zusammenarbeit mit den Eltern, offene GesprĂ¤chskultur und eine natĂĽrliche Vermittlung der Thematik.</para><para><emphasis>Constanze Klemens, Volksschullehrerin, Wien</emphasis></para><title ezxhtml:level="2">Mit dem eigenen Kind ĂĽber Sex sprechen â€“ wie klappt das bei Ihnen in der Familie?</title><para>Bei uns funktioniert das sehr gut. Wir haben ein gutes VertrauensverhĂ¤ltnis. Das liegt sicherlich daran, dass wir schon sehr frĂĽh angefangen haben, mit unserem Sohn ĂĽber die SexualitĂ¤t zu sprechen und ganz natĂĽrlich damit umgegangen sind. Wir haben ihm sehr frĂĽh gesagt, wie die Geschlechtsorgane heiĂźen, und zwar mit der richtigen, medizinischen Bezeichnung. Wir haben uns nie geschĂ¤mt, sondern mit ihm genauso darĂĽber gesprochen wie wir ĂĽber andere Dinge.</para><para>Wir schĂ¤men uns auch selbst nicht, sind offen, zeigen uns nackt. Das hat dazu gefĂĽhrt, dass auch unser Sohn keine unangemessenen SchamgefĂĽhle entwickelt hat. Der KĂ¶rper ist fĂĽr ihn etwas ganz NatĂĽrliches. Man kĂ¶nnte sagen, wir nehmen unsere SexualitĂ¤t so an wie sie von Gott gegeben ist.</para><para>Wir beantworten jede Frage, die unser Sohn stellt. Dabei fĂ¤llt uns auf, dass die Jugendlichen ĂĽber alles, was es im sexuellen Bereich gibt, wahnsinnig gut informiert sind. Sie erzĂ¤hlen sich das gegenseitig, lesen im Internet. Wenn unser Sohn etwas ins Lustige zieht, versuchen wir, sachlich und objektiv darĂĽber zu sprechen. Er soll vorurteilsfrei aufwachsen, zum Beispiel in Bezug auf unterschiedliche sexuelle Orientierungen, soll niemanden diskriminieren. Inzwischen bespricht er sich natĂĽrlich hĂ¤ufiger mit Gleichaltrigen. Aber er kommt immer wieder mit einer Frage oder einem Thema, das er besprechen mĂ¶chte, auf meinen Mann oder mich zu â€“ seit etwa einem Jahr eher auf meinen Mann. MĂ¤nnerspezifische Themen bespricht er mit ihm.</para><para>Ich muss dazu sagen, dass mein Vater Arzt war. Wir haben zuhause beim Mittagstisch ĂĽber medizinische Themen gesprochen, und meine Eltern sind immer sehr offen mit ihrem KĂ¶rper umgegangen. Bei meinem Mann war es Ă¤hnlich.</para><para>Ich weiĂź von Kindern, die ihre Eltern noch nie nackt gesehen haben. Aus meiner Sicht ist es eine Frage der Entscheidung, wie man sein Kind erziehen mĂ¶chte. Wenn man sich entscheidet, offen zu sein, lernt auch das Kind, frei, offen und selbstbestimmt mit seinem KĂ¶rper umzugehen.</para><para><emphasis>Mutter eines 15-jĂ¤hrigen Sohnes</emphasis></para><para/><title ezxhtml:level="2">Wozu braucht es Ihre Workshops â€“ wo sich doch Kinder und Jugendliche ĂĽberall ĂĽber Sex informieren kĂ¶nnen?</title><ezembed xlink:href="ezcontent://45224" view="embed" ezxhtml:align="left" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image"><ezconfig><ezvalue key="size">medium</ezvalue></ezconfig></ezembed><para>Obwohl heute viel offener mit dem Thema SexualitĂ¤t umgegangen wird, kursiert immer noch viel Halb- und Falschwissen und oft bleiben Ă„ngste und Unsicherheit.</para><para>In unseren verschiedenen Workshopangeboten vermitteln wir altersangepasst aktuelles, biologisch korrektes Fachwissen, das aber nicht theoretisch und nĂĽchtern daherkommt, sondern durch unsere spezielle Didaktik und unsere Materialien die Emotionen der Kinder und Jugendlichen anspricht. Unser Ziel ist es, die Kinder fĂĽr ihren KĂ¶rper zu begeistern und sie zum Staunen zu bringen. Es ist nichts peinlich, sondern sie erfahren, wie spannend die VorgĂ¤nge im KĂ¶rper sind, die sie ja an sich selber in der PubertĂ¤t erleben. WĂ¤hrend sie in unsere Mitmach-Workshops eintauchen, wĂ¤chst â€žganz nebenbeiâ€ś ihre SprachfĂ¤higkeit und ihr Fachwissen. Sie erfahren, wie ein neues Leben entsteht und wie einzigartig und wertvoll jeder Mensch ist. Das ist PrĂ¤vention im besten Sinne, denn: â€žNur was ich schĂ¤tze, kann ich schĂĽtzenâ€ś.</para><para>In den Kursen fĂĽr Jugendliche kommt das Thema VerhĂĽtung dazu â€“ auch hier gibt es durchausÂ  WissenslĂĽcken. Neben der anschaulichen Weitergabe von wichtigem Basiswissen zur gemeinsamen Fruchtbarkeit ermutigen wir die Jugendlichen dazu, abzuwĂ¤gen und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. Unserer Erfahrung nach ist es sehr wichtig, die Jugendlichen in ihren Ăśberlegungen und Fragen ernst zu nehmen und ihnen zu vermitteln, dass man ihnen zutraut, diese Schritte ins Erwachsenenleben gut zu bewĂ¤ltigen.</para><para><emphasis>Elisabeth Wiedenhofer, Vorstandsvorsitzende von <link xlink:href="https://www.mfm-programm.de/" xlink:show="new">MFM Deutschland e.V., <emphasis>Anbieter des sexualpĂ¤dagogischen Programms â€žMy Fertility Mattersâ€ś</emphasis></link> </emphasis></para><para/><title ezxhtml:level="2">Wie arbeiten Sie mit Jugendlichen, die sexuelle Grenzverletzungen begangen haben?</title><ezembed xlink:href="ezcontent://45223" view="embed" ezxhtml:align="left" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image"><ezconfig><ezvalue key="size">medium</ezvalue></ezconfig></ezembed><para>Wir arbeiten auf dem Helenenberg in stationĂ¤ren Therapiegruppen mit Jugendlichen, die sexuelle Grenzen verletzt haben beziehungsweise ĂĽbergriffig geworden sind. ZusĂ¤tzlich sind wir ambulant in der Region Trier tĂ¤tig. Es gibt eine groĂźe Bandbreite an sexuellen Ăśbergriffen und entsprechend verschiedene therapeutische AnsĂ¤tze. Ein wichtiger Teil ist neben EinzelgesprĂ¤chen die Arbeit in der Gruppe.</para><para>Zu den hier besprochenen Themen zĂ¤hlt sexualpĂ¤dagogische AufklĂ¤rung, denn vielfach ist wenig Basiswissen ĂĽber Themen wie Geschlechtsorgane, PubertĂ¤t, oder VerhĂĽtung vorhanden. Dann geht es darum Werte zu vermitteln: Wie gehen Menschen miteinander um? Was beinhaltet zĂ¤rtliche SexualitĂ¤t? Vielen unserer jungen mĂ¤nnlichen Klienten fehlt es an geeigneten Vorbildern, sie haben so etwas in ihrer Familie nicht kennen gelernt. Manche hatten selbst traumatische Erfahrungen. Dazu kommt Pornografie, die ihnen eine verzerrte RealitĂ¤t widerspiegelt. Das fĂĽhrt hĂ¤ufig dazu, dass es bereits im Bereich Freundschaften nur wenige gelungene Beziehungen gibt. Wie SexualitĂ¤t gelebt wird, davon haben diese Jugendlichen kein klares Bild.</para><para>In der Therapie versuchen wir, gemeinsam mit dem Klienten seine Gedankenwelt zu verstehen: Wo kommt er her? Was hat ihn zu seinem Fehlverhalten getrieben? GroĂźes Ziel ist es, dass er Verantwortung fĂĽr die eigenen Taten ĂĽbernimmt, statt zu verdrĂ¤ngen oder zu verleugnen. Das ist eine groĂźe Chance, als Mensch zu wachsen.</para><para><emphasis>Thomas Herrmann, Therapeutischer Dienst im Pinardihaus von <link xlink:href="https://www.helenenberg.de/" xlink:show="new">Don Bosco Helenenberg in Welschbillig,</link> Rheinland-Pfalz</emphasis></para></section>
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