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<emphasis>(umgangssprachlich auch Basilika St. Benedikt und Klosterbasilika genannt)</emphasis> ist die ehemalige Abteikirche und jetzige Pfarrkirche in Benediktbeuern. Das Gebäude ist eine der ersten bedeutenden Barockkirchen auf dem Land in Oberbayern. 1972 wurde die Kirche zur Basilica minor erhoben.</literallayout></para><para>Das von 1708-1718 errichtete Ökonomie-Gebäude - der Maierhof - war eines der größten und modernsten landwirtschaftlichen Gebäude der Barockzeit und als Zentrum der umfangreichen klösterlichen Landwirtschaft ein Modellbetrieb seiner Zeit. </para><para><emphasis role="strong">Interessante Fotos und (kunst-)historische Daten finden Sie auf der Homepage "</emphasis><link xlink:href="http://www.discoverbaroqueart.org/database_item.php?id=monument;BAR;de;Mon12;19;de" xlink:show="new"><emphasis role="strong">Museum ohne Grenzen</emphasis></link><emphasis role="strong">". </emphasis></para><title ezxhtml:level="4">Die Aufhebung des Klosters 1803</title><para><literallayout class="normal">Die Säkularisation von 1803 beendete in Benediktbeuern eine tausendjährige segensreiche Tätigkeit der Benediktiner. Das Kloster wurde weltlich-privater Besitz. Joseph von Utzschneider errichtete darin 1805 eine moderne optische Glasfabrikation. Von 1808-1818 arbeitete hier der berühmte Forscher <emphasis role="strong">Joseph von Fraunhofer</emphasis> und erzielte seine bahnbrechenden Erfolge. Ab 1819 in Staatsbesitz, dienten die Gebäude u.a. als Kaserne, Militärfohlenhof, Invalidenheim, Gefängnis, Genesungsanstalt für Soldaten. 
 </literallayout></para><ezembed xlink:href="ezcontent://10740" view="embed" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image" ezxhtml:align="left"><ezconfig><ezvalue key="size">medium</ezvalue></ezconfig></ezembed><para>Einen lebendigen Zugang zum Leben im Kloster und die Folgen der Säkularisation für den Alltag der Menschen bietet das "<emphasis role="strong">Klosterbuch</emphasis>", herausgegeben vom <emphasis role="strong">Haus der Geschichte Bayern</emphasis> für Kinder und Jugendliche. Wie ein Tagebuch aufgemacht, werden hier die letzten Tage eines Klosters anschaulich und einfühlsam geschildert - <emphasis role="strong">Geschichte zum Anfassen!</emphasis> Das <link xlink:href="http://www.hdbg.de/klosterbuch/index.htm" xlink:show="new">Klosterbuch</link> können Sie hier online anschauen.</para><para><emphasis role="strong">Neubeginn des klösterlichen Lebens 1930 </emphasis></para><para>Im Jahre 1930 begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Klosters. Die Ordensgemeinschaft der <emphasis role="strong">Salesianer Don Boscos</emphasis> (SDB) erwarb die Klosteranlage. In einem bis heute andauernden Sanierungs- und Restaurierungsprozess wurden die Gebäude vor dem Verfall bewahrt und mit neuem geistlichen und kulturellen Leben erfüllt. Entsprechend dem Auftrag ihres Gründers, des Priesters und Jugenderziehers Johannes Bosco (1815-1888), entwickelten die Salesianer Don Boscos das Kloster zu einem <emphasis role="strong">Zentrum religiöser Bildung, Wissenschaft und Erziehung im Dienst an jungen Menschen.</emphasis></para><para>Zwei Hochschulen errichteten die Salesianer im Kloster: An der <link xlink:href="http://www.kloster-benediktbeuern.de/Einrichtungen/Ehemalige-Philosophisch-Theologische-Hochschule-PTH" xlink:show="new">Philosophisch-Theologischen Hochschule</link> - Theologische Fakultät (PTH) mit dem Studienschwerpunkt Jugendpastoral, die bis 2014 bestand, konnten Studentinnen und Studenten alle akademischen Grade erwerben. Die Höhere Fachschule für Sozialpädagogik wurde Anfang der 1970er Jahre in die damals neugegründete Katholische Stiftungsfachhochschule München, heute <link xlink:href="http://www.ksh-muenchen.de/hochschule/campus-benediktbeuern/" xlink:show="new">Katholische Stiftungshochschule München</link> (KSH) integriert, die von der kirchlichen Stiftung öffentlichen Rechts "Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern" getragen wird. Am Campus Benediktbeuern werden aktuell neben Zusatzqualifikationen in Musik- und Erlebnispädagogik zwei grundständige Bachelor-Studiengänge angeboten, "Soziale Arbeit" und seit 2014 auch "Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit". Beide können in Form eines Doppelstudiums parallel studiert werden.</para><para>Das <link xlink:href="http://jpi.donbosco.de/" xlink:show="new">Jugendpastoral-Institut Don Bosco</link> (JPI) dient der fachlichen und persönlichen Qualifizierung von Ordensleuten und Laien für den vielfältigen Einsatz der Ordensgemeinschaft in der Kinder- und Jugendhilfe bzw. in der Jugendseelsorge. Schwerpunkte der Arbeit im JPI sind die Forschung, die Lehre und Vortragstätigkeit sowie Fort und Weiterbildungsmaßnahmen.Diesem Anliegen verpflichtet ist auch das <link xlink:href="http://iss.donbosco.de/" xlink:show="new">Institut für salesianische Spiritualität, Pädagogik und Geschichte</link> (ISS). Es hat den Auftrag, das geistliche und pädagogisch-pastorale Erbe des Turiner Jugendapostels Johannes Bosco im deutschen Sprachraum durch entsprechende Forschungsprojekte, Publikationen, Lehrangebote und Fortbildungen fruchtbar zu machen.</para><para>Mit dem <link xlink:href="http://www.zuk-bb.de/" xlink:show="new">Zentrum für Umwelt und Kultur</link> (ZUK), das im ehemaligen Maierhof seinen Sitz hat, leistet die Ordensgemeinschaft einen wichtigen Beitrag zur christlichen Schöpfungsverantwortung. Naturschutz- und Landschaftspflege, Naturlehrgebiet mit Lehrpfaden und Biotopen, Meditations- und Kräutergarten, geführte Exkursionen ermöglichen unmittelbare Naturerfahrung.</para><para><literallayout class="normal">Die <link xlink:href="http://www.juhe-bb.de/Juhe/Willkommen.html" xlink:show="new">Jugendherberge</link> (JH), die jährlich von vielen jungen Leuten besucht wird, hält ein reichhaltiges Programm zur aktiven Gestaltung von Schullandaufenthalten und Klassenfahrten bereit.Die Jugendbildungsstätte <link xlink:href="http://www.aktionszentrum.de/hauptseite/hauptseite.php" xlink:show="new">Aktionszentrum</link> (AZ) bietet jungen Menschen bei Orientierungstagen, Kursen und Erlebnisfahrten Möglichkeiten zur Begegnung, zu sozialem Handeln, zur Lebens- und Glaubenserfahrung. 
 </literallayout></para><title ezxhtml:level="4">Die Carmina Burana</title><ezembed xlink:href="ezcontent://10756" view="embed" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image" ezxhtml:align="left"><ezconfig><ezvalue key="size">medium_portrait</ezvalue></ezconfig></ezembed><para>Im Jahre 1250 umfasste die Klosterbibliothek in Benediktbeuern rund 250 Handschriften. Die berühmtesten unter ihnen sind die später hinzu gekommenen "Carmina Burana" (<emphasis role="strong">Lieder aus Benediktbeuern</emphasis>), die größte Sammlung weltlicher und geistlicher Lieder des Mittelalters in Europa, aus dem 13. Jahrhundert. Die Texte, Lieder moralischen und satirischen Inhalts, Minne- und Trinklieder sowie geistliche Dramen, wurden überwiegend in Latein abgefasst. Der Kodex wurde um 1230 meist anonym und vielleicht für den Bischof von Seckau in der Steiermark geschrieben; wie er nach Benediktbeuren gelangte, ist nicht bekannt.</para><para>Bei der Säkularisation wurden die Carmina Burana 1803 in der Klosterbibliothek entdeckt. Der verantwortliche Bibliothekar Joh. Chr. von Aretin brachte sie in die heutige Bayerische Staatsbibliothek, wo sich die Handschrift auch heute noch befindet (Signatur: clm 4660/4660a).</para><para>Die Vertonung durch den Komponisten Carl Orff im Jahre 1937, der 24 Lieder in ein Chorwerk übersetzte, verhalf den Carmina Burana zu weltweiter Berühmtheit.</para><para>© 2012 Bayerische Staatsbibliothek (teilweise)<emphasis role="strong"> </emphasis></para><para><literallayout class="normal"><emphasis role="strong">Hier können Sie eines der berühmtesten Lieder der Orff'schen Carmina Burana, "</emphasis><link xlink:href="http://www.youtube.com/watch?v=PzMBZu_XTEw" xlink:show="new"><emphasis role="strong">O Fortuna</emphasis></link><emphasis role="strong">", anhören:</emphasis>
<link xlink:href="http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost13/CarminaBurana/bur_intr.html" xlink:show="new">Zum Originaltext der Liederhandschrift in der Bibliotheca Augustana</link></literallayout></para></section>
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