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Am meisten Sorgen machen sich die Jugendlichen demnach um die Jobsuche (37 Prozent), die Umwelt (36 Prozent) und das Bildungssystem (27 Prozent). In Deutschland blicken nur 22 Prozent sorgenvoll auf den spĂ€teren Beruf, was vermutlich damit zusammenhĂ€ngt, dass die Jugendarbeitslosigkeit hier so niedrig ist wie in kaum einem anderen europĂ€ischen Land. Die jungen Deutschen sorgen sich mehr um ihre finanzielle Situation, bezahlbaren Wohnraum und Renten.</para><title ezxhtml:level="2">Die Familie ist jungen EuropĂ€ern wichtig</title><para>In ganz SĂŒdosteuropa sind Arbeitslosigkeit, prekĂ€re ArbeitsverhĂ€ltnisse und Armut die drĂ€ngendsten Sorgen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, betont die Studie âJugendliche in SĂŒdosteuropaâ der Friedrich-Ebert-Stiftung. In Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich bereitet die berufliche Zukunft jeweils etwa der HĂ€lfte der jungen Menschen Kopfzerbrechen, viele wollen emigrieren. Die anhaltende Abwanderung der geistigen Elite stellt fĂŒr die Entwicklung dieser Staaten die grĂ¶Ăte Bedrohung dar.</para><para>Die Familie ist jungen EuropĂ€ern sehr wichtig. Auf die Frage nach Personengruppen, Ereignissen und Dingen, die ihnen im Leben besonders wichtig sind, nannten die Teilnehmer der aktuellen Studie âJunges Europaâ, die von der TUI Stiftung in Auftrag gegeben wurde, am hĂ€ufigsten ihre engere Familie. Es folgten Freunde, Schule/Bildung und Liebe/Sex. Geld wurde nur von der HĂ€lfte der Befragten als besonders entscheidend genannt und landete damit auf Rang sieben. Auf die Frage nach gesellschaftlichen Werten, die fĂŒr sie eine besondere Bedeutung haben, nannten junge EuropĂ€er vor allem Menschenrechte, Frieden und Sicherheit.</para><para>Als Kern der EuropĂ€ischen Union sehen der TUI-Studie zufolge 76 Prozent der jungen EuropĂ€er die wirtschaftliche Zusammenarbeit. 70 Prozent betonen den Zusammenschluss von LĂ€ndern mit offenen Grenzen, in dem man frei reisen, wohnen und arbeiten kann. 63 Prozent sehen die EU als FriedensbĂŒndnis.</para><title ezxhtml:level="2">Zuwanderung als Bereicherung</title><para>Kritik ĂŒben junge EuropĂ€er vor allem an der fehlenden Formulierung konkreter politischer Ziele und PlĂ€ne (37 Prozent), an der Zusammenarbeit der EU-MitgliedslĂ€nder untereinander (32 Prozent) sowie am Einfluss der EU auf die nationalen Regierungen (31 Prozent).</para><para>In der Frage der EU-Mitgliedschaft herrscht groĂe Einigkeit unter jungen EuropĂ€ern: In allen LĂ€ndern wĂŒrde sich bei einem Referendum eine Mehrheit fĂŒr den Verbleib ihres Landes in der EU aussprechen. Sogar in Griechenland (52 Prozent) und in GroĂbritannien (58 Prozent). Deutlich skeptischer sind junge EuropĂ€er in der Frage der Mitgliedschaft in der WĂ€hrungsunion: Nur Deutsche, Franzosen und Spanier votieren mehrheitlich fĂŒr den Verbleib in der Euro-Zone.</para><para>In den LĂ€ndern, die sich um einen Beitritt zur EuropĂ€ischen Union bewerben, unterstĂŒtzen die meisten Jugendlichen den Integrationsgedanken, so das Ergebnis der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung.</para><para>Die Studie âGeneration What?â liefert insbesondere Antworten bezĂŒglich der Werte und Ansichten zu unterschiedlichen Themenbereichen. Beim Thema Zuwanderung beispielsweise ist sich das junge Europa extrem einig: In allen LĂ€ndern sieht die Mehrheit der jungen Menschen â unabhĂ€ngig von Alter, Geschlecht und Bildung â Zuwanderung als Bereicherung. 73 Prozent aller Befragten denken, dass Zuwanderung von Menschen aus anderen LĂ€ndern die kulturelle Vielfalt im eigenen Land bereichert. Die junge Generation in Deutschland ist im Europavergleich mit 80 Prozent am stĂ€rksten dieser Ansicht.</para><title ezxhtml:level="2">GlĂŒcklich werden ohne Gott</title><para>Die Politik hat einen sehr schweren Stand im jungen Europa: Nur ein Prozent vertraut ihr vĂ¶llig und 16 Prozent vertrauen ihr mehr oder weniger. Dem stehen 82 Prozent gegenĂŒber, die kein Vertrauen in die Politik haben (45 Prozent haben âĂŒberhaupt keinesâ und 37 Prozent haben âeher keinesâ). Das Vertrauen in die Politik ist dabei keine Frage des Geschlechts, wohl aber der Bildung: Je niedriger die Bildung, desto grĂ¶Ăer ist das Misstrauen.</para><para>Auch religiĂ¶se Institutionen haben bei den jungen EuropĂ€ern ein Akzeptanzproblem: 58 Prozent aller europaweit Befragten haben laut âGeneration What?â ĂŒberhaupt kein Vertrauen in religiĂ¶se Institutionen, weitere 28 Prozent eher kein Vertrauen. In keinem einzigen der befragten LĂ€nder finden sich mehr als drei Prozent, die religiĂ¶sen Institutionen voll vertrauen. Auch der Gottesglaube spielt fĂŒr das persĂ¶nliche GlĂŒck kaum eine Rolle: 85 Prozent geben an, ohne den Glauben an einen Gott glĂŒcklich sein zu kĂ¶nnen.Â Â </para><para/></section>
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<emphasis>Papst Franziskus im Oktober 2017</emphasis></literallayout></para></section>
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