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Die 20-JĂ¤hrige aus Chemnitz macht derzeit eine Ausbildung als Altenpflegerin und geht ganz normal zur Arbeit, erzĂ¤hlt sie uns.</para><para>Was jedoch zu kurz kommt, ist der Freizeitbereich. â€žNatĂĽrlich war es fĂĽr mich am Anfang schwierig, und ist es eigentlich immer noch, dass man sich nicht so mit Freunden treffen kann oder mal einen Kaffee trinken gehen kann.â€ś GewĂ¶hnungsbedĂĽrftig fand sie auch die Umstellung auf die Maskenpflicht und das Abstandhalten â€“ etwa zu Menschen, die sie gut kennt und die ihr sehr nahestehen.</para><para>Wenn sich der Alltag wieder normalisiert, mĂ¶chte Anna-Katharina auf jeden Fall wieder regelmĂ¤Ăźig ins Don Bosco Haus Chemnitz. FĂĽr sie ist das ein Ort, der sonst fest in ihrem Wochenprogramm steht. â€žIch treffe dort meine Freunde und gehe meinen Hobbies nach.â€ś</para><informaltable class="object-left" width="35%"><tbody><tr><td><title ezxhtml:level="5">Â </title><ezembed xlink:href="ezcontent://44353" view="embed" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image" ezxhtml:align="left"><ezconfig><ezvalue key="size">small_fitwidth</ezvalue></ezconfig></ezembed></td><td><title ezxhtml:level="4" ezxhtml:textalign="left">â€žIch denke, dass der Zusammenhalt zwischen Menschen intensiver geworden ist, was ich sehr positiv finde.â€ś</title><para ezxhtml:textalign="left">Anna-Katharina PlĂ¶Ăźl (20) aus Chemnitz</para></td></tr></tbody></informaltable><title ezxhtml:level="5">Krise als Chance?</title><para>Die Krise hat fĂĽr die junge Frau jedoch auch etwas Positives. â€žIch denke, dass der Zusammenhalt zwischen Menschen intensiver geworden ist, was ich sehr positiv finde.â€ś Andere haben in dieser schwierigen Zeit sogar ein neues Hobby gefunden. <emphasis role="strong">Jean Tonat</emphasis>, 20 und ebenfalls aus Chemnitz, liest seitdem zum Beispiel viel mehr BĂĽcher und probiert sich auch kĂĽnstlerisch aus. In ihrer neuen Wohnung gestaltet sie derzeit mit einer Freundin zusammen eine Wand mit Disneyfiguren. â€žSie schielen zwar und sind etwas dick â€“ aber mir gefĂ¤llt es, dass sie nicht so perfekt aussehen.â€ś</para><para>Die erste Phase des Lockdowns war allerdings fĂĽr die 20-JĂ¤hrige eine Herausforderung. Sie hat mit ihren drei Geschwistern bei ihren Eltern gewohnt und sich mit einer Schwester das Zimmer geteilt. â€žDas war einfach echt stressig.â€ś Mit den fehlenden FreizeitaktivitĂ¤ten fehlte zudem der Ausgleich. â€žIch bin eigentlich ein Mensch, der jeden Tag irgendwas machen muss, damit mir nicht langweilig wird â€“ aber das war irgendwie echt schwierig.â€ś Seit Januar 2021 ist Jean Tonat jedoch in eine eigene Wohnung gezogen.</para><para>Auch<emphasis role="strong">Â Philip Mrozinski</emphasis> kann der Krise durchaus Positives abgewinnen. â€žIch habe gelernt, dass man auch mit Corona viele Dinge machen kann â€“ zum Beispiel sich online weiterbilden oder ein neues Talent entdecken.â€ś Der 20-JĂ¤hrige, der als Auszubildender im Salesianum MĂĽnchen lebt, spielt in der Corona-Krise etwa regelmĂ¤Ăźig Billard und hat gemerkt, dass er eigentlich ganz gut da drin ist.</para><informaltable class="object-right" width="35%"><tbody><tr><td><title ezxhtml:level="4" ezxhtml:textalign="right">â€žIch habe gelernt, dass man auch mit Corona viele Dinge machen kann â€“ zum Beispiel sich online weiterbilden oder ein neues Talent entdecken.â€ś</title><para ezxhtml:textalign="right">Philip Mrozinski (20) aus MĂĽnchen</para></td><td><ezembed xlink:href="ezcontent://44360" view="embed" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image" ezxhtml:align="right"><ezconfig><ezvalue key="size">small_fitwidth</ezvalue></ezconfig></ezembed></td></tr></tbody></informaltable><para>Die EinschrĂ¤nkungen machen ihm persĂ¶nlich gar nicht so viel aus. Ohnehin ist der 20-JĂ¤hrige durch seine Ausbildung als Anlagenmechaniker sehr eingespannt. Allerdings nervt es ihn, dass Sport im Verein nicht mĂ¶glich ist. â€žMan kann nicht mal einen Basketball in den Korb schmeiĂźen, denn die PlĂ¤tze sind abgesperrt.â€ś</para><para>Den ersten Teil der Corona-Pandemie hat Philip Mrozinski noch in Amerika verbracht, da seine Familie vor Jahren dorthin ausgewandert ist. Aufgrund der GrĂ¶Ăźe Amerikas habe er die EinschrĂ¤nkungen dort kaum wahrgenommen. â€žMan konnte ans Meer fahren oder wandern gehen, ohne wirklich vielen Menschen zu begegnen.</para><para>Als er fĂĽr seine Ausbildung im September 2020 wieder zurĂĽck nach Deutschland kam, hat er sofort die Unterschiede gemerkt. â€žHier in der Stadt kriegt man das natĂĽrlich sehr viel mit.â€ś Die EinschrĂ¤nkungen seien einfach prĂ¤sent.</para><title ezxhtml:level="5">Schulalltag in der Pandemie</title><para>Deutlich schwieriger haben es dagegen viele Kinder, die in Heimen leben. <emphasis role="strong">Sandro Meisel</emphasis>, der im Haus Garelli des Don Bosco Jugendhilfezentrums Dominikus Savio in Pfaffendorf lebt, empfindet die Situation als sehr belastend. â€žIch fand das Jahr nicht besonders schĂ¶nâ€ś, gesteht der 15-JĂ¤hrige. Er gehĂ¶rt zu den Jugendlichen, die aufgrund ihrer familiĂ¤ren Situation nur selten nach Hause fahren. Aufgrund der BeschrĂ¤nkungen durfte er sich zudem zeitweise nur auf dem HeimgelĂ¤nde aufhalten, auch die Ferienfreizeiten fanden nicht statt.</para><informaltable class="object-left" width="35%"><tbody><tr><td><ezembed xlink:href="ezcontent://44354" view="embed" ezxhtml:class="ibexa-embed-type-image" ezxhtml:align="left"><ezconfig><ezvalue key="size">small_fitwidth</ezvalue></ezconfig></ezembed></td><td><title ezxhtml:level="4" ezxhtml:textalign="left">â€žJetzt, da ich nicht mal mehr heimfahren kann, habe ich mich mehr und mehr zurĂĽckgezogen.â€ś</title><para ezxhtml:textalign="left">Sandro Meisel (15) aus Pfaffendorf</para></td></tr></tbody></informaltable><para ezxhtml:textalign="left">Besonders gefreut hatte sich Sandro zum Beispiel auf die abgesagte Fahrt nach Frankreich, die im April 2020 geplant war. Auch das Zeltlager in diesem Sommer ist bereits abgesagt worden. â€žMir geht auf die Nerven, dass man die ganze Zeit nur im Heim sitzt.â€ś Das hat auch dazu gefĂĽhrt, dass der 15-JĂ¤hrige sich mehr und mehr zurĂĽckgezogen hat. Auch AktivitĂ¤ten, die erlaubt sind Â­â€“ etwa Radfahren und FuĂźball â€“ macht er seltener, da er im Moment lieber seine Ruhe haben mĂ¶chte. â€žIch mache gerade sehr viel fĂĽr mich selbst.â€ś</para><para ezxhtml:textalign="left">Auch wenn die Schule vor Ort stattfindet, empfindet der 15-JĂ¤hrige es als sehr anstrengend, dem Unterricht mit Maske aufmerksam zu folgen. Auch in den Pausen werde FuĂźball nur mit Mundschutz gespielt.</para><informaltable class="object-right" width="35%"><tbody><tr><td>Â </td><td>Â </td></tr></tbody></informaltable><para ezxhtml:textalign="left"><emphasis>Text: RefĂ–A/Patrizia Czajor; Fotos: Don-Bosco-Einrichtungen</emphasis></para><para>Â </para><para ezxhtml:textalign="left">Â </para><title ezxhtml:level="5" ezxhtml:textalign="left">Weitere Stimmen von Jugendlichen aus einer Wohngruppe von Don Bosco JĂĽnkerath</title><para>Â </para><ezembed xlink:href="ezcontent://44367" view="embed" ezxhtml:class="gallery-with-caption"><ezconfig><ezvalue key="size">medium</ezvalue></ezconfig></ezembed></section>
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