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<section xmlns="http://docbook.org/ns/docbook" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xmlns:ezxhtml="http://ibexa.co/xmlns/dxp/docbook/xhtml" xmlns:ezcustom="http://ibexa.co/xmlns/dxp/docbook/custom" version="5.0-variant ezpublish-1.0"><para>â€žMorgen erstmalâ€ś, begrĂĽĂźt Andreas Wolf die zehn SchĂĽlerinnen und SchĂĽler, die mit ihm in einem Stuhlkreis sitzen â€“ und fĂĽgt gleich an: â€žIch bin Andreas, 41 Jahre alt, komme aus Heiligenstadt und ich bin suchtkrank.â€ś Dann berichtet er aus seinem Leben â€“ ĂĽber Alkohol, Kokain, Selbstmordversuche. Sonst seien die Jugendlichen des Berufsvorbereitungsjahres der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt kaum so still, sagt ihr Klassenlehrer P. Wilhelm Steenken SDB im Anschluss. Doch den Worten von Wolf lauschen alle aufmerksam. Der ein oder andere Ă¶ffnet zwischendurch staunend den Mund. â€žWir mĂĽssen uns erst einmal sammelnâ€ś, sagt eine SchĂĽlerin, als Wolf Raum fĂĽr Fragen gibt. FĂĽr ihren Projekttag zum Thema Sucht sind die Jugendlichen in die Villa Lampe, die Jugendeinrichtung der Salesianer Don Boscos in Heiligenstadt, zum Vortrag von Andreas Wolf gekommen.</para><para>Wolf hat viel zu erzĂ¤hlen. Mit 15 hat bei ihm alles angefangen. Etwa in dem Alter der SchĂĽler, die er durch seine VortrĂ¤ge nun prĂ¤ventiv von einem Suchtschicksal abhalten mĂ¶chte. An seine erste Flasche Bier erinnert er sich genau. Er war zu FuĂź unterwegs in der Stadt, kaufte sie im GetrĂ¤nkemarkt, â€žweil ich es ausprobieren wollte. Und das ist dann Ă¶fter passiert.â€ś In der SchĂĽlerdisco trank er regelmĂ¤Ăźig. Es ging ihm um Anerkennung. Er habe sich gedacht: â€žJetzt bist du ein Kerl.â€ś Auch, als er spĂ¤ter chemische Drogen konsumierte, war der Gedanke da: â€žIch vertrage das meiste.â€ś Er wollte cool sein. Doch im Nachhinein reflektiert er: â€žIch habe im Endeffekt dagestanden wie ein Kasper.â€ś Mit 16 Jahren konsumierte Wolf jeden Tag Alkohol, mit 17 kam Cannabis hinzu. Er ging von der Schule ab ohne Abschluss. Mit 19 Jahren kam das Heroin.</para><title ezxhtml:level="2">Erst schneller Rausch, dann Stimmungstief</title><para>Wolf erzĂ¤hlt sachlich. Es ist nicht sein erstes Mal, dass er seine Geschichte wiedergibt. â€žIch bin jedes Mal sehr aufgeregtâ€ś, sagt er ĂĽber sich. Davon ist beim Vortrag nichts zu spĂĽren. Zuvor ist er akribisch seine Notizen durchgegangen, die er sich auf Karteikarten geschrieben hat. Doch der groĂźe Mann mit der sportlichen Figur braucht sie nicht wirklich. Locker, mit Turnschuhen, Jeans und rotem Pulli bekleidet, sitzt er auf seinem Stuhl. Seinen OberkĂ¶rper beugt er leicht nach vorne, schaut den SchĂĽlern durch seine BrillenglĂ¤ser in die Gesichter und erzĂ¤hlt frei: Er berichtet, wie er als Jugendlicher selbst vom Heroin wegkam â€“ das erste Mal. Und zwar, indem er einfach noch mehr Alkohol trank. Eine Suchtverlagerung. FĂĽr 29 Pfennige war eine Dose Bier erschwinglich. Rund sechs Paletten davon lagerte er in seinem Zimmer. Finanziert hat er dies mit Gelegenheitsjobs und dem ein oder anderen Griff in die Kasse seiner Mutter. Mit 21 lernte er seine damalige Freundin kennen. Diese hat chemische Drogen konsumiert. Und dann hat auch Wolf mit LSD angefangen. â€žDas ist ganz schĂ¶n heftigâ€ś, erklĂ¤rt Wolf. Nach einem â€žHorrortripâ€ś hat er wieder die Finger davon gelassen. Er habe in einer Ecke gesessen, voller Angst. â€žAlle wollen mir ans Leder, wollen mich umbringenâ€ś, habe er damals geglaubt. Statt LSD nahm er dann lieber Ecstasy oder Speed. Ein schneller Rausch, ein HochgefĂĽhl, das am Ende in einem groĂźen Stimmungstief endet. Und wenn das Geld nicht gereicht hat, gab es ja noch den Alkohol.</para><para>Rund 13 Jahre war Andreas Wolf abhĂ¤ngig. Mittlerweile ist er seit elf Jahren clean und trocken. â€žUnd ich habe riesengroĂźes GlĂĽck gehabt.â€ś Noch auf dem Weg in die Entzugsklinik hatte er einen Liter Bier und fast ein Gramm Kokain zu sich genommen. Aber schon nach 20 Minuten hatte er Entzugserscheinungen. Das zeige, wie tief er in der Sucht steckte. WĂ¤hrend der Entgiftung wurde Wolf kĂ¶rperlich durchgecheckt. Seine Leber war 22 Zentimeter groĂź. Ein gesunder Mensch hat eine Leber von 14 bis 16 Zentimetern Durchmesser. Der Arzt erklĂ¤rte ihm, dass er mit groĂźer Wahrscheinlichkeit an einer Leberzirrhose gestorben wĂ¤re, wenn er nur ein Jahr lĂ¤nger getrunken hĂ¤tte. Als Suchtkranker kommt man auch nicht auf die Liste fĂĽr Organspenden. Eine Aussicht auf dauerhafte Heilung ist aufgrund des RĂĽckfallrisikos zu schlecht.</para><para>Es war nicht das erste Mal, dass die Sucht ihn fast das Leben gekostet hĂ¤tte. 1999 starb seine Schwester bei einem Autounfall. Zu dieser Zeit trank Wolf mit Anfang 20 rund sieben bis acht Liter Bier am Tag. Im Rauschzustand, der alle seine GefĂĽhle betĂ¤uben sollte, wollte er dafĂĽr sorgen, dass dieser Zustand der GefĂĽhllosigkeit fĂĽr immer anhielt. Er versuchte, sich selbst umzubringen. â€žIch habe im letzten Moment das Handy zum Greifen gekriegtâ€ś, berichtet Wolf ruhig. Er nimmt seine HĂ¤nde zu Hilfe, um das Gesagte durch Bewegungen zu untermalen. Er habe es mit letzten KrĂ¤ften geschafft, die Wahlwiederholung zu drĂĽcken. Seine damalige Freundin ging ans Telefon. GlĂĽck. â€žIch habe alles auf einmal eingeworfenâ€ś, brachte er damals heraus. Die Freundin rief den Rettungswagen. â€žDas ging noch mal gutâ€ś, erklĂ¤rt Wolf den SchĂĽlerinnen und SchĂĽlern. â€žPuhâ€ś, ist ein kurzer Ausruf einer SchĂĽlerin zu hĂ¶ren. Dann ist es wieder still in dem kleinen Mediationsraum in der Villa Lampe.</para><title ezxhtml:level="2">â€žEr macht Mutâ€ś</title><para><literallayout class="normal">Seit ĂĽber 20 Jahren gibt es die offene Jugendeinrichtung Villa Lampe. Auch Wolf war hier als Jugendlicher Ă¶fter, spielte Kicker oder Tischtennis â€“ bis er eines Tages Hausverbot bekam, weil er sein Cannabis auf der Toilette verlor, erwischt wurde und danach ausfĂ¤llig wurde. Heute ist er in der Villa Lampe wieder ein gern gesehener Gast. Er wohnt nicht weit von der Einrichtung entfernt, schaut Ă¶fter mal zum Kaffeetrinken vorbei. Und dabei entsteht auch das ein oder andere GesprĂ¤ch mit Jugendlichen. Manche suchen ihn auch gezielt auf, um diskret Fragen zu stellen, Rat einzuholen. â€žIch denke, durch seine authentische Art und Weise bewirkt er bei den Jugendlichen mehr als manch ein Mitarbeiter eines Amtes oder einer BehĂ¶rdeâ€ś, sagt 
P. Steenken, der nicht nur Lehrer an der Bergschule, sondern auch Direktor der Villa Lampe ist. Wolf zeige den jungen Leuten â€“ von denen einige es im Leben auch nicht immer leicht haben â€“, dass es sich lohne, etwas fĂĽr sich selbst zu tun. â€žEr macht Mut.â€ś </literallayout></para><para>â€žIch fand es echt interessant, von jemandem direkt zu hĂ¶ren, der richtig abhĂ¤ngig warâ€ś, sagt die 16-jĂ¤hrige Angela nach dem Vortrag von Andreas Wolf. â€žIch habe vor ihm groĂźen Respekt, dass ĂĽberhaupt darĂĽber reden kann.â€ś Auch der 18-jĂ¤hrige Johannes ist nach dem Vortrag noch bewegt. â€žEs ist so eindrucksvoll, dass er es geschafft hat, aus diesem Suchtkreis herauszukommen.â€ś Die Berichte Wolfs seien â€žheftigâ€ś gewesen. So sieht das auch der 15-jĂ¤hrige Dominic: â€žEr hat sehr viel Mut. Auch, dass er zu uns kommt und darĂĽber spricht.â€ś Das habe er ihm auch noch einmal persĂ¶nlich gesagt. Wolf freuen die Reaktionen. Als er in Therapie war, habe ein Therapeut zu ihm gesagt: â€žHerr Wolf, wenn ich Ihre Geschichte so sehe, ist es ein Wunder, dass Sie noch hier sind. Aber der da oben hat mit Ihnen noch etwas vor.â€ś Heute ist er ĂĽberzeugt, dass seine PrĂ¤ventionsarbeit dieses Etwas ist. Seit eineinhalb Jahren hĂ¤lt der HeiligenstĂ¤dter VortrĂ¤ge an verschiedenen Schulen und Einrichtungen. Dadurch kĂ¶nne er etwas Sinnvolles tun.</para><para>Dass es ĂĽberhaupt dazu kam, dass er die VortrĂ¤ge hĂ¤lt, das sei eine â€žTĂĽr-und-Angelaktion gewesenâ€ś, erinnert sich Wolf. Eine Bekannte hatte ihm gesagt, dass sie Drogen- und SuchtprĂ¤vention an der Villa Lampe anbiete. â€žDa habe ich spontan gesagt, wenn du noch einen Fachmann brauchst, ich melde mich freiwillig.â€ś Und sie meinte: â€žOkay.â€ś Seinen ersten Vortrag hielt er vor einer zehnten Klasse. â€žDie haben anfangs mit AusdrĂĽcken um sich gehauen: Alle DrogensĂĽchtigen auf eine Insel wegsperren.â€ś Dann habe er seinen Vortrag gehalten und im Anschluss gefragt: â€žMeint ihr immer noch, dass euch so etwas nie passieren kĂ¶nnte?â€ś Die Meinungen hĂ¤tten sich um 180 Grad gedreht, berichtet Wolf mit Stolz in seiner Stimme. Er freut sich, dass er etwas bewirken kann.</para><title ezxhtml:level="2">Jeden Tag ein Kampf</title><para>PrĂ¤vention sei wichtig, findet Wolf. Denn ist man erst einmal in der AbhĂ¤ngigkeit, ist der Weg daraus sehr schwer. Er weiĂź es. Er ist ihn gegangen. â€žWenn ich nichts zum Trinken bekam, bin ich rumgerannt wie ein aufgescheuchtes Huhn und habe versucht, Alkohol zu bekommenâ€ś, erzĂ¤hlt Wolf den Jugendlichen aus seiner Zeit vor der Abstinenz. Es liegt lange zurĂĽck, ist aber nach wie vor Teil seines Lebens. â€žUnd es ist jeden Tag wieder ein Kampf aufs Neue, nicht zu konsumieren.â€ś Denn der KĂ¶rper und das Gehirn hĂ¤tten ja mitgelernt: â€žKonsumiere, dann ist es nicht mehr so schlimm.â€ś Doch die Probleme seien dadurch ja nicht weg. Die Kunst sei es nun, mit Problemen anders umzugehen.</para><para>Der Alkohol und die Drogen lĂ¶sten seine Probleme nicht. Sie schafften eher neue. 2001 verlor Wolf zum ersten Mal seinen FĂĽhrerschein wegen Alkohol am Steuer, vier Jahre spĂ¤ter das zweite Mal. Da hatte er 1,74 Promille im Blut. â€žFĂĽr euch wĂ¤re das eine schwere Alkoholvergiftungâ€ś, sagt er zu den Jugendlichen. â€žIch bin kerzengerade ins Untersuchungszimmer fĂĽr den Bluttest, habe normal geschrieben. Der Arzt hat komisch geguckt.â€ś Wolf war zum Spiegeltrinker geworden, das heiĂźt, er musste immer einen gewissen Alkoholspiegel haben, um ĂĽberhaupt zu funktionieren. â€žEine Kiste Bier am Tag und dazu zwei bis drei Gramm Koks. Das war Standard.â€ś</para><para>Mit 26 Jahren ist Wolf zum ersten Mal von zu Â­Hause ausgezogen. Seine Mutter und sein Stiefvater trugen in der ganzen Zeit sein Verhalten mit. â€žIch habe meine Sucht immer verheimlicht.â€ś Wenn die Mutter ihn doch mal schimpfte, weil er betrunken war, trank er einfach mehr. Sein Stiefvater verharmloste, der Junge mĂĽsse doch auch einen Rausch haben dĂĽrfen. Seine Drogen versteckte Wolf gut, etwa, indem er das GehĂ¤use der Steckdosen auf- und wieder zuschraubte. Trotz des fehlenden Schulabschlusses fand Wolf damals eine Lehrstelle, brach diese aber aus Lustlosigkeit, bedingt durch Alkohol und Cannabis, ab. Ăśber eine JugendarbeitsbeschaffungsmaĂźnahme fĂĽr junge Erwachsene ohne Abschluss machte er trotz regelmĂ¤Ăźigen Alkoholkonsums dann doch seinen Realschulabschluss an der Abendschule nach. 2003 wurde er Maschinenbaumechaniker. â€žDas war mein Schlupfloch.â€ś Ăśber Zeitarbeitsfirmen hielt er sich ĂĽber Wasser, finanzierte so seine Sucht. Er ging nach Bayern, jobbte zunĂ¤chst in Regensburg, dann, 2006, in MĂĽnchen. â€žDas war eine schĂ¶ne Zeit. Da war gerade die FuĂźballweltmeisterschaft in Deutschland. Da hat jeder getrunken.â€ś Dann folgte fĂĽr ihn ein einprĂ¤gsames Erlebnis. Sein Aha-Effekt. Mit zwei Litern Bier saĂź er morgens in der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit. â€žDa habe ich die Leute rechts und links von mir angeschaut und gedacht: Alter, da stimmt etwas nicht.â€ś Diese Menschen gingen auch alle ihrem Alltag nach. Aber sie brauchten keinen Alkohol, keine Drogen. Und funktionierten trotzdem. Doch diesem Aha-Erlebnis sollte zunĂ¤chst ein zweiter Selbstmordversuch folgen.</para><title ezxhtml:level="2">Nie gelernt, Probleme zu verarbeiten</title><para>Kurz nach der Begebenheit in der S-Bahn besuchte Wolf 2007 seine Eltern in Heiligenstadt. Dort fiel er in ein fĂĽr die Sucht nicht untypisches depressives Loch. â€žIch habe versucht, mich mit einer Ăśberdosis wegzumachenâ€ś, erklĂ¤rt Wolf den SchĂĽlern. Sein GlĂĽck im UnglĂĽck: Sein KĂ¶rper war mittlerweile so an die hohe Dosis gewĂ¶hnt, dass die vermeintliche Ăśberdosis an Alkohol und Kokain nicht wirkte. â€žDa habe ich mir gedacht, okay, das hat nicht funktioniert.â€ś Er ging in die KĂĽche, nahm seine Mutter an die Seite und sagte ihr, dass er nicht mehr kĂ¶nne. Am nĂ¤chsten Tag ging er zu seiner HausĂ¤rztin, die fĂĽr ihn gleich einen Termin in einer Klinik ausmachte.</para><para>â€žHabt ihr eine Idee, warum ich suchtkrank geworden bin?â€ś, fragt Wolf die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler und blickt in die Runde. â€žVielleicht wegen Ihrer Kindheit?â€ś, fragt Dominic zĂ¶gerlich. Wolf sieht die Grundlagen seiner Erkrankung tatsĂ¤chlich schon sehr frĂĽh in seinem Leben. In der Therapie habe er gelernt, in sich zu gehen, zu reflektieren. Auch bei seiner derzeitigen Traumatherapie arbeitet er einiges fĂĽr sich auf. Sein leiblicher Vater sei gewalttĂ¤tig gewesen. Als Kind war er hilflos. Auch nach der Trennung der Eltern sei er dieses GefĂĽhl nicht losgeworden. Habe nie gelernt, Probleme emotional zu verarbeiten. â€žIch habe versucht, dies mit dem Alkohol unter Kontrolle zu kriegen.â€ś</para><para>Heute macht Wolf regelmĂ¤Ăźig Sport, Selbstverteidigung, ist auf dem FuĂźballplatz aktiv, auch ehrenamtlich. Er betreut die Kasse und ist im Ordnungsdienst. â€žDa habe ich mit Leuten zu tun, die sich benehmen wie ich frĂĽher, als ich betrunken war.â€ś Zudem nimmt er regelmĂ¤Ăźig Medikamente wie Antidepressiva, die ihm helfen. Beruflich ist er auf der Suche nach einer Neuorientierung, hofft auf eine Umschulung, dass er auch hauptberuflich PrĂ¤ventionskurse anbieten kann. Dennoch geht er einem geregelten Tagesablauf nach, lĂ¤uft etwa jeden Morgen ein paar Stunden durch Heiligenstadt. Und Wolf scheut sich nicht, Hilfe zu suchen, wenn er sie braucht. 2011 ging er etwa zur Krisenintervention in die Klinik, weil er Angst vor einem RĂĽckfall hatte. Er hat in der Therapie neue Freunde gefunden. Und auch zwei alte Kumpels, die nach seiner Therapie auf ihn wieder zugekommen sind, unterstĂĽtzen ihn. Wolf will auf keinen Fall wieder rĂĽckfĂ¤llig werden. Vor einem Jahr feierte er in dem Krankenhaus im Harz, in dem er seine Therapie gemacht hat, zehn Jahre Abstinenz. DafĂĽr erhielt er ein handtellergroĂźes blaues Kreuz, auf dem mit weiĂźer Schrift steht: â€žDankeâ€ś. FĂĽr manche sei es einfach nur ein Gegenstand. â€žFĂĽr mich ist es ein Zeichen: Ich habe es geschafft. Ich lebe noch.â€ś</para><para>Als Wolf seinen Vortrag beendet, klatschen die SchĂĽler. Er blickt mit einem LĂ¤cheln und Glanz in den Augen in die Runde â€“ und sagt bescheiden: â€žDankeschĂ¶n.â€śÂ Â  Â </para><para/><title ezxhtml:level="3">Formen der AbhĂ¤ngigkeit</title><para>Die Psychologie unterscheidet zwischen substanzgebundener und substanzungebundener AbhĂ¤ngigkeit.</para><para><literallayout class="normal">Beispiele fĂĽr substanzungebundene AbhĂ¤ngigkeit:
â€˘ Pathologisches Spielen (Glu?cksspielsucht)
â€˘ MedienabhĂ¤ngigkeiten (Computerspiele, Internet, Fernsehen, Handy)
â€˘ Arbeitszwang
â€˘ Kaufzwang
â€˘ Magersucht</literallayout></para><para><literallayout class="normal">Beispiele fĂĽr substanzgebundene AbhĂ¤ngigkeit:
â€˘ Nikotin
â€˘ Alkohol
â€˘ Drogen
â€˘ Medikamente</literallayout></para></section>
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â€˘ bei Ihrem Hausarzt
â€˘ bei Ihrer Ă¶rtlichen Caritas oder Diakonie
â€˘ bei Ă¶rtlichen Beratungsstellen</literallayout></para><para>Ein Verzeichnis der lokalen Angebote finden Sie bei <link xlink:href="https://www.kmdd.de/infopool-und-hilfe/hilfe-und-beratung" xlink:show="new">"Keine Macht den Drogen"</link>.</para><para><literallayout class="normal">Allgemeine Telefonnummern:
â€˘ bei akuten NotfĂ¤llen: 112
â€˘ Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 oder 111 0 222 oder 116 123
â€˘ Sucht- und Drogenhotline: 01805/313031 (14 ct aus dt. Festnetz)
â€˘ Elterntelefon â€žNummer gegen Kummerâ€ś: 0800/111 0 550 (Mo bis Fr 9â€“11 Uhr, Di und Do zusĂ¤tzlich 17â€“19 Uhr)
â€˘ Kinder- und Jugendtelefon â€žNummer gegen Kummerâ€ś: 116111 (Mo bis Sa: 14â€“20 Uhr)
â€˘ Infotelefon EssstĂ¶rungen der Bundeszentrale fĂĽr gesundheitliche AufklĂ¤rung (BZgA): 02 21/89 20 31
â€˘ Telefonberatung zur GlĂĽcksspielsucht (BZgA): 0800/1 37 27 00</literallayout></para></section>
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